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Perfektionismus überwinden: Warum ich mir vier Jahre Zeit gelassen habe

Autorenbild: Joana Schön
Joana Schön
vor 12 Stunden
2 Min. Lesezeit
Joana Schön Burnout-Prävention
Perfektionismus hält dich vom Erreichen deiner Ziele ab.

Vier Jahre lang hatte ich die Idee für meinen Podcast im Kopf. Vier Jahre lang habe ich sie nicht umgesetzt.


Nicht, weil ich keine Zeit gehabt hätte. Nicht, weil mir die Themen gefehlt hätten. Ich habe gewartet, bis alles perfekt sein würde. Das richtige Mikrofon. Das richtige Konzept. Der richtige Moment.


Der richtige Moment kam nie. Er kommt nie. Das ist die erste Lektion, die ich Dir heute mitgeben möchte. Sie gilt für so viel mehr als nur für Podcasts.



Perfektionismus fühlt sich wie Sorgfalt an. Er ist Angst.


Perfektionismus tarnt sich gut. Er klingt nach hohen Ansprüchen, nach Qualität, nach «ich mache es richtig oder gar nicht». In Wahrheit ist er meistens etwas anderes: die Angst, nicht zu genügen. Solange ich nichts veröffentliche, kann mich niemand beurteilen. Solange ich nur plane, kann ich nicht scheitern.


Diese Rechnung geht auf, bis man merkt, dass man vier Jahre lang nichts getan hat, was einem wichtig war. Das ist der Preis. Er ist höher als jede Kritik, die je gekommen wäre.



Warum ich mit einem einzigen Take angefangen habe


Als ich schliesslich aufgenommen habe, war das Studio meine Küche. Das Mikrofon war ein Handy. Versprecher blieben drin. Ich habe mir eine Regel gegeben: ein Take, keine Wiederholung.


Nicht, weil das professionell wäre. Sondern weil ich wusste: Wenn ich einmal anfange zu korrigieren, höre ich nicht mehr auf. Dann sitzt der Perfektionismus wieder am Tisch. Genau den wollte ich nicht mehr entscheiden lassen.



Ehrlich statt glattgebügelt


Es gibt genug Stimmen, die klingen, als hätten sie nie einen schlechten Tag. Ich wollte nie eine davon sein. Wer Menschen in der Burnout-Prophylaxe begleitet, sollte nicht so tun, als wäre er selbst nie an der Grenze gewesen.


Deshalb ist mein Podcast so, wie ich auch im Coaching bin: warm, direkt, manchmal unbequem. Ich erzähle aus dem echten Leben, auch dann, wenn es nicht schön aussieht. Das ist kein Stilmittel. Es ist die Voraussetzung dafür, dass jemand sich wiedererkennt.



Nicht der Berg. Die Treppe.


Satz, mit dem ich seither jede Folge beende, ist auch mein Mitnehmsel für Dich: Nicht der Berg. Die Treppe.


Wer oben auf den Berg schaut, geht nie los. Wer die nächste Stufe anschaut, ist in einer Stunde weiter als in vier Jahren Planung. Was ist Deine nächste Stufe? Nicht das grosse Projekt, nicht die perfekte Version. Der eine kleine Schritt, den Du heute machen könntest, wenn Du Dir erlauben würdest, dass er unperfekt ist.


«Ich habe mir Zeit gelassen. Für Dich. Damit Du Dir keine vier Jahre lassen musst.» – Joana Schön



Die ganze Folge zum Anhören


In der ersten Folge erzähle ich, warum ich so lange gewartet habe, was mich schliesslich losgehen liess und warum es dazu sogar ein eigenes Lied gibt. Etwa zwanzig Minuten, ehrlich statt glattgebügelt.




Betrifft Dich etwas davon direkt?


Wenn Du Dich in diesem Text wiedererkannt hast, wenn Du auch etwas seit Jahren vor Dir herschiebst, weil es noch nicht perfekt genug ist, dann lass uns darüber sprechen. Ohne Druck, ohne Verpflichtung.



Mehr über meine Arbeit im 1:1 findest Du hier:


Herzlichst,

Joana 🌹

 
 

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