Stiller Burnout – Mythos oder Realität? Eine Einordnung in die 7 Phasen nach Burisch.
- Joana Schön

- 17. Sept. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Der Begriff „stiller Burnout“ macht gerade Schlagzeilen. In Magazinen, Podcasts und Social Media liest man davon.
Viele fragen sich:
„Was genau bedeutet das – und könnte es auch mich betreffen?“
Was ist ein „stiller Burnout“?
Ein „stiller Burnout“ beschreibt Menschen, die nach außen hin voll funktionsfähig wirken.
Sie erscheinen pünktlich bei der Arbeit.
Sie leisten zuverlässig.
Sie sind für andere da.
Sie lächeln und sagen: „Alles bestens.“
Doch innerlich sieht es oft anders aus:
Erschöpfung: Schon morgens fühlt sich der Tag an wie ein Berg, den es zu erklimmen gilt.
Körperliche Signale: Verspannungen, Kopfschmerzen, Magenprobleme.
Emotionale Leere: Freude und Sinn sind kaum noch spürbar.
Gedankenkreisen: Einschlafen fällt schwer, Gedanken hören nicht auf.
Der stille Burnout bleibt oft lange unentdeckt, weil Betroffene alles daran setzen, stark und leistungsfähig zu wirken.
Ist das wirklich etwas Neues?
Ehrlich gesagt: Nein.
Praktisch jedes Burnout ist still.
Denn noch immer passiert Folgendes:
Warnsignale werden ignoriert oder verdrängt.
Das Umfeld sieht die Fassade – und nicht die innere Leere.
Viele sprechen erst darüber, wenn der Zusammenbruch unvermeidbar ist.
„Stiller Burnout“ ist also kein neues Krankheitsbild, sondern eine neue Bezeichnung für ein altes Muster: Funktionieren, bis gar nichts mehr geht.
Burnout ist ein Prozess – nicht ein Knall
Viele stellen sich Burnout als plötzlichen Einbruch vor. Doch Burnout entsteht schleichend.
Der deutsche Forscher Matthias Burisch beschreibt ihn in 7 Phasen:
Warnsymptome der Überlastung – Schlafprobleme, Nervosität, Gedankenkreisen.
Widerstand – Beschwerden werden kleingeredet („das geht schon wieder“).
Abbau von Engagement – weniger Empathie, Gleichgültigkeit, Dienst nach Vorschrift.
Emotionale Reaktionen – Gereiztheit, Schuldzuweisungen, Zynismus, Rückzug.
Abbau kognitiver Leistungsfähigkeit – Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, Fehler.
Abbau der Motivation – Resignation, Sinnverlust, innere Kündigung.
Totale Erschöpfung – körperlich, emotional, geistig nichts geht mehr, oft verbunden mit Depression.
Das Entscheidende: Burnout beginnt nicht erst in der Phase 7. Er beginnt still – lange bevor jemand nach aussen sichtbar „auffällt“.
Warum so viele im stillen Burnout bleiben
Gesellschaftliches Tabu: Psychische Erschöpfung ist noch immer stigmatisiert.
Perfektionismus: „Ich muss stark sein. Ich darf nicht schwach wirken.“
Funktionieren als Identität: Viele definieren sich über Leistung – und übersehen ihre Grenzen.
Fehlendes Wissen: Erste Signale werden als „normaler Stress“ abgetan.
Schweigen im Umfeld: Kaum jemand fragt wirklich nach, solange die Leistung stimmt.
Das Ergebnis: Menschen bleiben im stillen Burnout, bis nichts mehr geht.
Woran du einen stillen Burnout erkennst
Die Signale sind oft subtil – aber da:
🌙 Schlafprobleme: Grübeln, Einschlafstörungen, unruhiges Aufwachen.
⚡ Körperliche Beschwerden: Verspannungen, Kopfschmerzen, Herzrasen, Magenprobleme.
💭 Gedankenkreisen: Keine Ruhe im Kopf, Blackouts oder Konzentrationsprobleme.
🤝 Rückzug: Freunde und Familie werden gemieden, weil alles zu viel ist.
❤️ Verlust von Freude: Dinge, die früher erfüllend waren, fühlen sich leer an.
Wenn du dich hier wiedererkennst: Das sind keine Kleinigkeiten. Es sind stille Signale deines Körpers und deiner Seele.
Warum frühe Begleitung alles verändert
Viele meiner Klient:innen sagen am Anfang: „Ich dachte, es sei nur Stress. Ich wollte nicht schwach wirken. Ich dachte, es geht schon.“
Doch genau das verlängert den Weg in den Burnout.
Je früher du hinschaust und dir Unterstützung holst, desto leichter ist die Umkehr.
In Phase 1 oder 2 reichen oft schon kleine Veränderungen im Alltag, um das Ruder herumzureissen.
In Phase 3–5 braucht es gezielte Strategien, um wieder Energie, Motivation und innere Stabilität aufzubauen.
In Phase 6–7 ist die Erschöpfung so massiv, dass der Weg zurück sehr lang werden kann.
Fazit: Frühe Begleitung spart dir nicht nur Monate oder Jahre an Leid – sie gibt dir deine Lebensqualität zurück.
Der Nutzen meiner 1:1 Begleitung
Vielleicht fragst du dich: „Was bringt es mir, mich begleiten zu lassen – kann ich das nicht allein?“
Natürlich kannst du dir Pausen gönnen, Atemübungen machen oder mit Freund:innen sprechen. Doch alleine bleiben wir oft in denselben Mustern gefangen.
In meiner 1:1 Begleitung bekommst du mehr als Tipps:
Klarheit: Wir ordnen gemeinsam deine Signale ein. Du erkennst, wo du gerade stehst.
Individuelle Strategien: Statt Standard-Ratschlägen bekommst du Wege, die zu deinem Leben passen.
Begleitung auf Augenhöhe: Du musst nicht mehr alleine kämpfen. Ich halte den Raum, auch für das, was unausgesprochen bleiben durfte.
Verbindlichkeit: Veränderung fällt leichter, wenn jemand an deiner Seite bleibt, auch wenn’s schwer wird.
Selbstfürsorge neu lernen: Du entdeckst, wie du dir selbst Gutes tust – ohne Schuldgefühle.
Das Ergebnis?
Mehr Energie.
Mehr Gelassenheit.
Mehr Klarheit darüber, was dir wirklich wichtig ist.
Viele meiner Klient:innen sagen nach einigen Wochen: „Ich hätte nie gedacht, dass sich so viel verändern kann, wenn ich rechtzeitig hingeschaut hätte.“
Fazit: Stiller Burnout ist kein Mythos
„Stiller Burnout“ ist ein Schlagwort – aber dahinter steckt eine Realität, die ich täglich erlebe. Burnout bleibt oft still, unsichtbar, tabuisiert.
Doch du musst nicht warten, bis „gar nichts mehr geht“.
Es ist keine Stärke, dich selbst zu übergehen.
Die wahre Stärke liegt darin, dir rechtzeitig Hilfe zu holen – für dich, deine Gesundheit, dein Leben.
Dein nächster Schritt
Ich begleite dich 1:1 auf deinem Weg zurück in die Gelassenheit – bevor der stille Burnout dich vollständig vereinnahmt.
Buche dir dein unverbindliches Erstgespräch und lerne mich unverbindlich kennen.
Du musst diesen Weg nicht allein gehen.
Ich halte deine Hand.
Herzlichst,
Joana Schön
Falls du dir mehr Informationen wünschst, sieh dir meine Webseite an:




