Herbstblues oder Herbstkraft? Wie du deine Stimmung im Herbst schützt.
- Joana Schön

- 28. Sept. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Der Herbst zieht ein, und mit ihm kommen für viele von uns die Tage, an denen sich das Licht immer mehr zurückzieht. Plötzlich liegt ein Schatten über dem Morgen, und wir fragen uns: Warum fühle ich mich heute schon müde, obwohl der Tag gerade erst beginnt?
Ich sehe das oft in meinem Coaching: Menschen, die allmählich träge werden, denen die Energie fehlt, die ihnen früher selbstverständlich war. Die Dunkelheit wirkt wie eine Schwere, die sich langsam über alles legt.
Aber der Herbst muss nicht dein Feind sein. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du aus dem Herbstblues (oder Ausflügen in depressive Stimmung) herauskommen kannst – mit Strategien, die wirklich wirken, und einem Blick fürs Licht in dir.
Warum der Herbst unsere Stimmung beeinflusst
Wenn der Himmel früher grau wird, wenn du weniger Sonnenstunden erlebst, reagiert dein Körper. Weniger Tageslicht = weniger Serotonin, ein Ungleichgewicht im Melatoninhaushalt, mehr Müdigkeit, mehr Gewicht aufs Gemüt.
Hinzu kommt, dass wir uns innerlich oft auf „hell & energiegeladen“ programmiert haben und wenn das wegfällt, fühlt sich das an, als ob wir mitten im Winterschlaf wären, obwohl die Welt um uns weiterzirkelt.
Die gute Nachricht: Du kannst gegensteuern – ganz bewusst, Schritt für Schritt.
5 Wege weg vom Herbstblues hin zu deiner Herbstkraft
1. Tageslicht tanken – auch bei Wolken
Oft unterschätzt: selbst diffuses Tageslicht am Fenster oder kurze Minuten an der frischen Luft helfen. Setze dir eine Zeit, in der du bewusst rausgehst – auch wenn’s nur 10 Minuten sind.
2. Tageslichtlampe zur Unterstützung
Wenn die Natur zu wenig Licht liefert, kann eine Tageslichtlampe / Lichttherapie-Lampe wertvoll sein. 20–30 Minuten am Morgen signalisieren deinem Körper: Der Tag beginnt. Viele berichten davon, weniger Trägheit und mehr Klarheit im Kopf zu spüren.
3. Vitamin D3 ergänzen
In Herbst & Winter sinkt die körpereigene Vitamin-D-Produktion stark. Ich selbst nehme in dieser Zeit besonders darauf Rücksicht, weil D3 Stimmung, Immunsystem und Wohlbefinden beeinflussen kann. Wenn du willst, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über eine sinnvolle Ergänzung für dich.
4. Rituale, die dich tragen
Rituale geben Halt, besonders, wenn Äußeres instabil wird. Ein Licht-Ritual (Kerzenlicht), Tee, bewusst ausgewählte Musik – kleine Momente am Tag, die dir sagen: Du bist da, und du bist wichtig.
5. Bewegung bewusst einsetzen
Auch winzige Bewegungen machen den Unterschied: Dehnen, Spazieren, moderates Gehen – alles, was deinen Körper aktiviert. Die Ausschüttung von Glücksbotenstoffen hilft dir sofort, die Schwere abzustreifen.
Aus der Praxis
Eine Klientin erzählte mir: „Im Oktober war ich plötzlich morgens nur mehr müde, haftete am Sofa, der Tag schien schwer.“
Wir setzten kleine Schritte:
direkt nach dem Aufstehen 5 Minuten Lichttherapie
ein Spaziergang in der Mittagspause
am Abend ein KerzenritualNach wenigen Wochen schrieb sie: „Ich spüre wieder Kraft. Ich staune über kleine Sonnenmomente.“
Das ist Herbstkraft – nicht die grosse Lösung über Nacht, aber der Wandel in kleinen Momenten.
Wann brauchst du Hilfe (mehr als Selbsthilfe)?
Wenn dein Antrieb über Wochen hinweg wegbleibt, wenn du kaum Freude spürst, Schlafstörungen oder tiefe Traurigkeit, dann hol dir Unterstützung. Bei einer Herbstdepression ist professionelle Begleitung notwendig.
Coaching kann dich parallel begleiten – aber ersetzt keine Therapie.
Dein nächster Schritt
Fühlst du dich bereit, den Herbst nicht nur zu überstehen, sondern mit neuer Stärke zu durchwandern?
Hier findest du meine Coaching-Angebote für Einzelpersonen 🌹
Wenn du möchtest, begleite ich dich auf deinem Weg, damit du im Herbst nicht "kalt" wirst, sondern wärmer leuchtest.




