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Digitale Erschöpfung & ständige Erreichbarkeit – wie du gesunde Grenzen setzt

Es gibt Tage, an denen man das Gefühl hat, nie wirklich durchatmen zu können. Das Handy vibriert im Minutentakt, die E-Mails füllen sich von selbst, und noch bevor man den Laptop zuklappt, poppt die nächste Nachricht auf dem Bildschirm auf. Viele Menschen merken in solchen Momenten, dass sie nicht mehr zur Ruhe kommen – und doch fällt es schwer, wirklich auszuschalten.

Diese Erfahrung ist nicht ungewöhnlich. Ich nenne sie digitale Erschöpfung.


Was digitale Erschöpfung mit uns macht

Digitale Erschöpfung bedeutet, dass Körper und Geist nicht mehr die Erholung finden, die sie brauchen, weil wir permanent mit digitalen Reizen beschäftigt sind. Das kann sich auf ganz unterschiedliche Weise zeigen: durch Schlafstörungen, innere Unruhe, Verspannungen oder Kopfschmerzen, durch Gereiztheit oder auch durch das Gefühl, dass Freude und Sinn langsam verschwinden.


Früher gab es einen klaren Feierabend. Heute tragen wir das Büro in der Hosentasche und die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit ist immer weniger erkennbar. Das führt dazu, dass wir zwar „online“ funktionieren, aber innerlich immer erschöpfter werden.


Warum ständige Erreichbarkeit so gefährlich ist

Viele Menschen unterschätzen, wie sehr ständige Erreichbarkeit unser Nervensystem belastet. Unser Gehirn ist nicht dafür gemacht, 24 Stunden am Tag auf Nachrichten, Updates und Signale zu reagieren. Statt in echten Ruhephasen Kraft zu schöpfen, bleiben wir in einem ständigen Alarmzustand.


Das Problem ist nicht die eine E-Mail oder die eine Nachricht zu viel. Das Problem ist die Summe all dieser kleinen Unterbrechungen, die verhindern, dass wir wirklich abschalten können. Mit der Zeit entsteht so ein Dauerstress, der nicht nur die Konzentration mindert, sondern auch die Gefahr für körperliche und psychische Erschöpfung erhöht.


Woran du erkennst, dass dich digitale Erschöpfung betrifft

Es lohnt sich, dir selbst ein paar Fragen zu stellen:


  • Schaust du oft aufs Handy, obwohl du gar keine Nachricht erwartet hast?

  • Fühlst du dich schuldig, wenn du einmal nicht sofort antwortest?

  • Hast du abends das Gefühl, völlig müde zu sein, ohne körperlich viel geleistet zu haben?

  • Startest du deinen Tag, indem du gleich nach dem Aufstehen Mails oder Social Media checkst?


Wenn du hier mehrere Male innerlich genickt hast, ist das ein Hinweis, dass es gut sein könnte, genauer hinzusehen.


Kleine Schritte, die einen Unterschied machen können

Digitale Erschöpfung verschwindet nicht von heute auf morgen, aber schon kleine Veränderungen können spürbare Entlastung bringen. Vielleicht probierst du einmal aus, Push-Nachrichten auf deinem Handy auszuschalten, damit du selbst entscheidest, wann du Nachrichten liest. Oder du legst bewusst handyfreie Zonen fest – zum Beispiel beim Essen, im Schlafzimmer oder während eines Spaziergangs.


Hilfreich ist auch, feste Zeiten für Mails einzurichten, statt ständig zwischendurch ins Postfach zu schauen. Und manchmal wirkt schon ein halber Tag ohne Bildschirm wie eine Frischzellenkur für den Kopf. Es geht nicht darum, die digitale Welt zu verteufeln, sondern darum, wieder die Kontrolle über dein eigenes Tempo zu gewinnen.


Warum Veränderung alleine oft schwer ist

Viele wissen theoretisch, was ihnen guttun würde und trotzdem gelingt es im Alltag nicht, Gewohnheiten dauerhaft zu verändern. Das liegt daran, dass wir uns selbst schnell austricksen: „Nur noch kurz…“, „Morgen mache ich das anders…“ – und schon läuft wieder alles wie zuvor.


Hier kann es hilfreich sein, Unterstützung von aussen zu haben. Jemanden, der nicht nur auf deine Worte hört, sondern auch auf die Zwischentöne. Jemanden, der dir einen geschützten Raum gibt, in dem du deine Muster klar erkennen kannst, und der dir dabei hilft, konkrete Schritte zu entwickeln, die wirklich zu dir passen.


Wie eine Begleitung dich unterstützen kann

In meiner 1:1 Begleitung erleben Menschen immer wieder, wie befreiend es ist, nicht alles allein tragen zu müssen. Wir schauen gemeinsam auf deine Belastungen, wir suchen nach den Punkten, an denen Veränderung am meisten Wirkung zeigt, und wir entwickeln Wege, die sich in deinem Alltag auch wirklich umsetzen lassen.


Es geht dabei nicht um ein Standard-Programm oder eine radikale „Digital Detox“-Kur, die du vielleicht ein paar Tage durchhältst und danach wieder fallen lässt. Es geht darum, dass du ein neues Gleichgewicht findest, das nachhaltig zu dir passt – egal, ob du in einem hektischen Job steckst, Familie und Arbeit balancierst oder einfach wieder mehr Ruhe für dich selbst spüren möchtest.


Manche Menschen begleite ich persönlich in Rapperswil, viele jedoch online im gesamten DACH-Raum. Und genau darin liegt ein Vorteil: du kannst dir Unterstützung holen, ganz gleich, ob du in Zürich, Wien, Berlin oder einem kleinen Dorf lebst.


Fazit

Digitale Erschöpfung ist kein Schlagwort, sondern ein reales Problem unserer Zeit. Sie schleicht sich leise in den Alltag ein, bis wir kaum noch merken, wie sehr wir uns selbst und unsere Bedürfnisse aus den Augen verlieren.


Doch es gibt Wege, diesem Kreislauf zu entkommen. Kleine Veränderungen können den Anfang machen – und manchmal ist es genau der richtige Moment, sich dabei begleiten zu lassen.


Wenn du spürst, dass es dir schwerfällt, alleine gesunde Grenzen zu setzen, dann darfst du wissen: Unterstützung holen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke.


Dein nächster Schritt

Vielleicht reicht für dich schon ein einziges Gespräch, um Klarheit zu bekommen. Vielleicht entstehen daraus neue Schritte, die wir gemeinsam gehen können.


In jedem Fall ist die erste Tür, die du öffnest, eine ganz unverbindliche: ein Erstgespräch, das dir die Möglichkeit gibt, dich auszusprechen, verstanden zu werden und zu spüren, ob du diesen Weg mit mir gehen möchtest.


Sieh dir an, wie wir zusammen auf den Weg gehen können und sichere dir dein unverbindliches Erstgespräch: www.coaching-schoen.com


Du musst diesen Weg nicht allein gehen.


Ich geh ihn mit dir mit.


Herzlichst,

Joana Schön


Joana Schön über digitale Erschöpfung
Joana Schön über die digitale Erschöpfung.

 
 

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